Vorsicht, Headhunter!

Eine (nicht ganz) ernst gemeinte Warnung
Heute wird der Begriff „Headhunter“ im Deutschen verwendet, um jemanden zu beschreiben, der Angestellte für einen Betrieb sucht und diese, wenn notwendig, von anderen Betrieben abwirbt. Doch das war nicht immer so.
Der Beruf des Headhunters (engl.: Kopfjäger) hat Tradition. So fertigten die Wikinger aus den Schädeln ihrer Feinde Trinkgefäße. In Deutschland sollen die Kelten das Zaumzeug ihrer Pferde mit abgeschlagenen Köpfen "verschönert" haben.
Später dann im „Wilden Westen“ haben Kopfgeldjäger gegen Belohnung Jagd auf Personen gemacht. Bezahlt wurde das Kopfgeld zumeist von geschädigten Unternehmen wie Eisenbahngesellschaften. Meist war es egal, ob man die Person tot oder lebendig erwischte. Wurde die gejagte Person getötet, so musste oft nur ein Körperteil (z.B. der Kopf) als Beweis vorgezeigt werden.
Und die Tradition lebt. In ursprünglicher Form bei isolierten Naturvölkern in Südamerika oder in Südostasien. Auch die Kopfgeldjäger in den USA sind immer noch als "bounty hunter" unterwegs – wobei Sie die Gesuchten jetzt lebend erwischen müssen.
Moderne Kopfjäger verfolgen potenzielle Mitarbeiter im Auftrag von Unternehmen eher mit dem Telefon. Nicht ganz so tödlich, aber manchmal immer noch unangenehm.
"Vor einem Headhunter müssen Sie heute keine Angst mehr haben ...", behauptet das Weblexikon „wissen.de“.
Klar, man verliert nicht mehr den Kopf, aber Risiken gibt es immer noch. Um es drastisch auszudrücken – Headhunter können Existenzen vernichten!
Warum? Eine Berufsausbildung für die Tätigkeit des Headhunters existiert in Deutschland nicht.
Das bedeutet: arbeitslose Kassierer, gescheiterte Vertreter, unfähige Berater und selbst Ganoven dürfen sich Headhunter nennen. In der Branche gibt es viele schwarze Schafe (aber auch sehr gute und ehrliche Berater), die alle unter dieser von Mördern (Kopfjägern) geprägten Berufsbezeichnung arbeiten.
Dazu die Agentur für Arbeit: „Ein Headhunter sucht im Auftrag einer Firma Mitarbeiter, welche meistens direkt aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis abgeworben werden.“
„Personal-Makler“ häufig ohne entsprechende Ausbildung nehmen direkten Einfluss auf die Karriere von Menschen. Diese Makler wollen einfach nur das Kopfgeld verdienen – was mit den Bewerbern oder den Auftraggebern anschließend geschieht ist ihnen egal. Anders ist der regelmäßige, schnelle Wechsel von Führungskräften in vielen Unternehmen kaum zu erklären. Häufig bleiben dabei aussichtsreiche Bewerber auf der Strecke. Ausgebrannt und weggeworfen.
Auch Firmen leiden. Die Halbwertszeit von Managern lässt sich oft nur noch in Monaten messen. Das Personalkarussell dreht sich schnell und schneller. Kontinuität bei der Verwirklichung von langfristigen Unternehmensstrategien bleibt auf der Strecke und Management verkommt zur Beliebigkeit. Führungspersönlichkeiten, die ein eigenes Profil aufbauen können, werden immer seltener.
Wer kann schon auf den ersten Blick einen guten Headhunter (schon das Wort macht Kopfschmerzen) von einem Dilettanten unterscheiden. Seine Karriere in die Hand eines „Deppen“ zu legen kommt einem beruflichen Selbstmord gleich. Und wer glaubt, dass abgeworbene „Jobhopper“ im Management ein Unternehmen nach vorne bringen können, wird langfristig wirtschaftlich versagen.
Deshalb wollen wir nicht mit Kopfjägern verwechselt werden. Unsere Tradition liegt nicht in der Enthauptung von Menschen. Wir sind Berater und keine Kopfgeldjäger. Uns interessiert die Karriere der durch uns vermittelten Bewerber. Wir wollen Unternehmen helfen ihre Mitarbeiter zu binden, zu motivieren und somit langfristige Erfolge zu ermöglichen. Kurz gesagt – unser Interesse endet nicht mit der Vermittlung eines Mitarbeiters. Und wir glauben immer noch an Moral ...
Ein guter Rat zuletzt: Wenn der Headhunter kommt, rennt! Bringt Euch in Sicherheit.

Sieht so die Zukunft im "Headhunting" aus?
Ausgerüstet wie Boba Fett aus der Star Wars-Reihe wird Jagd gemacht auf Mitarbeiter .
... ist nicht ernst gemeint.
